• Auf Borkum ist alles anders

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    Es sind jetzt zwei Wochen vergangen, aber dieses Gefühl ist geblieben.

    Wenn ich mir so die Fotos ansehe, dann sage ich, es war schön…. aber so schnell bitte nicht wieder. Weil so niemals nie sagen.

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    Fähre

    Ich gebe es gleich zu. Als wir von der Fähre fuhren hatte ich noch ein Glücksgefühl im Bauch. Unsere Ferienwohnung und unsere sehr liebe Verwalterin ein absoluter Glücksgriff. Das hatte ich schon mal gut, nein sehr gut ausgesucht. Aber dann….. 

    Wir konnten sogar schon eher in die Wohnung, das war absolut umkompliziert,  da stellen sich viele Vermietungsbüros sehr an, da haben wir schon Dinge erlebt, da könnte ich schon ein Buch darüber schreiben und oft haben mein Mann und ich nur darüber den Kopf geschüttelt, vor allem wenn man angelogen wird. Ja, genau „angelogen“. Aber nun zu Borkum zurück.

    Ankunft auf Borkum

    Von der Ankunft auf Borkum und bis wir in die Wohnung konnten verging gerade mal 1 1/2 Stunden und diese Zeit nutzen wir dann immer, das wir uns unseren Ferienort ansehen. Wohin wir gehen mussten, also in welche Richtung, das sagte uns unsere Verwalterin. Also nichts wie los. An der „Heimlichen Liebe “ links abgebogen ging es dann Richtung Strand. Rechts auch… Aber irgendwie hatten wir einen links Rhythmus. *lach* Das sah ja schon mal alles sehr schön aus, nur das dieses schön aussehen nach ca. 200 – 300 Metern zu Ende war, damit hatten wir nicht gerechnet. Es folgte dann ein Strandabschnitt, der geteert war. Was auch Sinn macht. Aber wir waren verdutzt und drehten um. Da kam auch schon der Anruf, das wir in unsereFerienwohnung einziehen können.  

    Das Auto packten wir aus und ich räume dann gewöhnlich nicht erst Koffer und Co aus, ich muss dann erst eine Runde spazieren gehen und mir die Gegend ansehen. Dieses mal ging ich dann mit meinem Ortsplan von unserer Verwalterin gewappnet an der „Heimlichen Liebe “ rechts vorbei. Was ich sah, war ein wunderschöner Strandabschnitt. Innerhalb von 15 Minuten mit Gegenwind war ich schon am Hauptstrand und ich sah schöne Drachen am Himmel. Es war gerade Drachenfest. 

    Meine Stimmung war bis dahin noch sehr gut. So langsam arbeitet ich mich in das Ortsinnere vor. Puh, bis auf den neuen Leuchtturm war ich schon enttäuscht. Ok, zum shoppen bin ich ja nicht nach Borkum gekommen, aber etwas netter hatte ich es mir schon vorgestellt. 

    Unsere Wohnung

    Unsere Wohnung, war genau so wie ich es auf der Internetseite “ Residenz zum Südstrand“auch gelesen hatte. Diese Wohnung lies wirklich keine wünsche offen. Ok, die meiste Zeit sind wir ja nicht in der Wohnung, aber man weiss ja nie wie das Wetter so ist und daher ist meine eine Wohnung die Strandnah und auch nicht so weit vom Ortszentrum entfernt ist, wichtig. So kann man auch bei schlechterem Wetter etwas bummeln gehen. 

    Zurück in unserer Wohnung erzählte ich alles meinem Mann. Ich war schon etwas enttäuscht. Abwarten war seine Antwort.

    Aber ich hatte da so ein Bauchgefühl und das lies mich nicht los. 

    Fahrräder | Fahrradtour

    Am Sonntag mieteten wir bei einem netten Verleih uns für die nächsten 4 Tage Fahrräder. Im Touristbüro holten wir uns eine große Karte von Borkum. Unser erster Ausflug ging durch den Nationalpark Richtung Yachthafen. Unterwegs kam ich mir bis auf das gute Klima wie zuhause vor. So sah bzw. sieht unsere Senne auch aus. Naja dachte ich, bald kommt ja das Wasser, dann siehst Du mehr und dann wird es schön und am Yachthafen, schauen wir uns dann die Boote an, setzten uns gemütlich hin und trinken etwas. So war mein Gedanke, so kannte ich es von Grömitz, Boltenhagen..etc. Am Yachthafen angekommen, zogen mein Mann und ich dann lange Gesichter. Yachthafen ? Kam es bei uns gleichzeitig. Naja, …..  ok. Dann radelten wir noch ein bisschen rum und dann das ganze wieder zurück. Unterwegs hielten wir gemütlich auf einer Bank an und aßen und tranken unsere Sachen, die wir mitgenommen hatten. 

    Mir liefen da echt die Tränen und ich konnte nicht mehr. Mein Mann meinte nur, ist doch alles nicht so schlimm, wir finden bestimmt noch etwas, was schön ist. Jeder hat mir in der Arbeit gesagt, Borkum sei so schön.  Haha…… netter Trost.

    Abends beim Einkaufen am Lidl trafen wir Fahrradbekannte wieder und wir kamen ins Gespräch und ich konnte meinen Unmut leider nicht verbergen. Da die spontane Fahrradbekanntschaft es mir wirklich nicht übel nahm und sagte, wenn man Borkum nicht kennt und nicht weiss wo es schön ist, dann würden sie mich absolut verstehen. 

    Es wurde unsere große Borkumkarte genommen und wir bekamen eingezeichnet, wo wir noch die nächsten Tage hinraddeln sollten und wir gut etwas essen und trinken können. 

    Gesagt getan..ähm abgeraddelt.

    In den Bauernstuben haben wir gut gesessen und getrunken und leckeren Pflaumenkuchen gegessen. Wir haben alle Aussichtstürme erklommen, wir haben uns die Knappschaftsklinik angesehen und sind der Meinung, das mein Mann dort nicht zur Reha möchte, wegen seiner Schuppenflechte. 

    Der Funke sprang nicht rüber

    Nein der Funke sprang nicht rüber. Die Innenstadt haben wir dann beim Fahrradfahren entdeckt und ich fand vom aussehen, das eine Straße mit an Norderney und die andere Straße mich von der Ansicht an Sylt erinnert.

    Bei dem bekannten Fischhaus, welches auf unserer Karte war, erfuhren wir zum zweiten mal eine nordische Unfreundlichkeit. Etwas was wir gar nicht kannten und beim dritten mal ist sogar meinem Mann der Kragen (sprichwörtlich) geplatzt und das heisst schon etwas. Wenn mein Mann schon bei der Kassiererin sagt, dann behalten Sie doch Ihren Kram und sich umdreht und geht und ich verdattert da stehe, dann heißt das schon etwas. 

    So langsam verzweifelte ich. Lag es an uns?  Nein !  Mein Mann der ja Raucher ist und bei uns am Haus gab es einen Raucherplatz, direkt bei den Fahrrädern, kam mit div. Mitbewohnern ins Gespräch und ein Renternehepaar was nur mit dem Fahrrad unterwegs war. Also ohne Koffer nur ein Fahrradurlaub, erzählte meinem Mann auch so diverses und auch das die Freundlichkeit oft hmmpff war. Was aber nicht heissen soll, das wir nur unfreundliche Menschen kennengelernt hatten. Nein, unsere Verwalterin von der Residenz am Südstrand hatte immer ein offenes Ohr und erklärte uns auch viel über Borkum, schließlich ist Sie auf Borkum aufgewachsen und auch an unserem letzten Fahrradtag hatten wir ein nettes Borkumer Ehepaar nach dem Weg gefragt, die uns Tipps gegeben hatten und absolut herzlich waren. 

    Was ich aber geliebt habe, wir hatten ab dem Nachmittag Ebbe, bzw. sie fing dann an und das liebe ich. Einfach ganz gemütlich im Watt wandern. Das war einfach nur schön und wir konnten das sehr gute Klima genießen. 

    Aber Borkum könnte an der Strandpromenade noch mehr aus sich machen und dafür muss man auch nicht viel Geld aufwenden. 

    Mein Mann meinte, Borkum ist schön, aber meins ist es nicht und ich schließe mich dem an. 

    An unserem letzten Tag auf Borkum sind wir dann noch die 308 Stufen vom neuen Leuchtturm hochgelaufen. Erst wollte mein Mann mit seiner Schleimbeutelentzündung im Knie nicht mit man oben laufen. Aber es interessierte ihn so sehr, das er einfach sagte, egal, dann habe ich eben wieder mehr Schmerzen, aber das kann ich mir nicht entgehen lassen und es stimmt, das war ein schönes Highlight und die Aussicht war phänomenal. Es hat sich absolut gelohnt die 308 Stufen rauf und runter. 

    Vielleicht hätten wir erst nach Borkum fahren sollen und dann nach Sylt ? Tja, die Frage bleibt bei uns offen. 

    Wer von euch war schon auf Borkum oder anderen diversen Inseln ? Ich gebe nicht auf und möchte für nächstes Jahr gern wieder eine neue Insel erkunden. 

    Eure

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